Online-Journalismus: Ein Leitfaden

25. März 2010 • Digitales, Ressorts • von

Alan Rusbridger, Chefredakteur des britischen Guardian, betonte auf der Konferenz Journalism 2020, wie wichtig die richtige Haltung gegenüber digitalen Medien ist, um professionellen Online-Journalismus zu machen.

Es reiche mit Sicherheit nicht aus, Zeitungsinhalte einfach 1:1 auf die Website zu kopieren. Mit Bezug auf seine Erfahrungen beim Guardian machte Rusbridger nicht nur auf das Online-Journalismus-Konzept von Jeff Jarvis “Cover what you do best, link to the rest” aufmerksam, sondern listete auch weitere Grundsätze auf, die Journalisten beherzigen sollten.

1.  Leser zur Beteiligung ermutigen und Feedback zulassen

2.  Eine Website ist keine statische “wir gegen sie”- Publikation

3.  Leser ermutigen, eine Debatte zu eröffnen, Material zu veröffentlichen und Vorschläge zu machen. So können Journalisten die Leser in den Publikationsprozess einbinden.

4. Communities zu gemeinsamen Interessen aufbauen

5.  Sich dem Internet öffnen und ein Teil dessen werden

6.  Die Arbeit von anderen bündeln

7.  Akzeptieren, dass Journalisten nicht über dem Leser stehen

8.  Vielfalt zum Ausdruck bringen, aber auch gemeinsame Werte fördern

9 . Akzeptieren, dass die Veröffentlichung der Anfang des journalistischen Prozesses sein kann und nicht das Ende.

10.  Offen sein gegenüber neuen Herausforderungen und Verbesserungsvorschlägen, einschließlich Berichtigungen, Klarstellungen und weiteren Debatten.

Auch die Zeitung der Zukunft wird laut Rusbridger ein Gemeinschaftsprojekt sein: “the mutualized newspaper” wird auf der Beteiligung der Leser basieren, Grenzen zwischen Journalist und Leser werden verschwimmen.

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