Beobachtung der Beobachter

Erstveröffentlichung: Die Furche vom 26.8.2010

Mitten im Sommerloch hat sich ein Wunder ereignet: Eine Zürcher Forschergruppe um den Mediensoziologen Kurt Imhof hat zum ersten Mal für die Schweiz ein Jahrbuch „Qualität der Medien“ vorgelegt.

Auf 373 Seiten ist akribisch dokumentiert, wie sich Journalismus und Medien im Nachbarland entwickeln. Den Autoren zufolge sind die Aussichten trübe. Zum Rest des Beitrags »

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Lorbeeren und saure Früchte

Erstveröffentlichung: Message Nr. 3/2010

Seit Jahren sezieren Forscher den Medienjournalismus und widmen ihm ein Übermaß an Aufmerksamkeit.

Die großen Zeitungsverlage und noch mehr die TV-Sender haben ihn dagegen nahezu stranguliert, jedenfalls auf das unvermeidliche Minimum reduziert. Was bisher fehlte: ein Repositorium, das besonders gelungene und drastisch missglückte Beispiele gegenüberstellt. Zum Rest des Beitrags »

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Wozu noch Journalismus?

Erstveröffentlichung: sueddeutsche.de vom 7.8.2010

Im Netz entsteht ein neuer interaktiver Pluralismus. Gleichzeitig wird ein vollkommener Markt geschaffen, dem es noch an Geld mangelt. Der Journalismus wird auch das überleben.

Der moderne Messias trägt einen schwarzen Rollkragenpullover, ausgelatschte Joggingschuhe und eine randlose Brille des Schwarzwälder Markenherstellers Lunor, Modell “Classic”. Wenn Steve Jobs vor sein Publikum tritt, umgibt ihn eine mystische, fast religiöse Aura. Zum Rest des Beitrags »

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Hinter den Kulissen

Erstveröffentlichung: Studies in Communication Sciences 10/1 (2010)

EJO-Research

Schweizer Bundeshaus

Die Distanz zwischen Journalisten und Chefbeamten in der Schweiz ist größer als die zwischen Journalisten und Parlamentariern.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Marlis Prinzing und Roger Blum, die die komplexen Verhältnisse zwischen Journalisten und Chefbeamten sowie Sprechern im Schweizer Bundeshaus untersucht.

Dabei hat die Verwaltung großes Gewicht. Schon „Nebelspalter“-Karikaturist Carl Böckli antwortete auf die Frage, wer denn in der Schweizer Bundesstadt Bern die Macht habe: „Wer sitzt in Bern und gibt dem Schtaat die heutige Geschtaltung? Hä, zweitens ischts der Bundesrat und erschtens die Verwaltung.“ Zum Rest des Beitrags »

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Qualität kostet

Erstveröffentlichung: Die Zeit Nr. 33/2010

"Zitronenmärkte"

Für guten Journalismus im Netz würden Leser bezahlen. Man muss ihnen nur erklären, warum.

Rupert Murdochs Londoner Times ist der Vorreiter und versucht seit Anfang Juli, im Internet Bezahlinhalte durchzusetzen. Andere werden nachziehen: Le Monde und der Figaro, aber auch die Axel Springer AG hat es angekündigt. Zum Rest des Beitrags »

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Segen am Sonntag

Erstveröffentlichung: Weltwoche Nr. 30-31/2010

Auch dieser Sommer zeigt uns den Unterschied zwischen Leitmedien und Lightmedien.

Welche Themen haben bisher diesen Sommer dominiert? Und welche Medien haben diese Themen gemacht?
Bevor wir zur Antwort kommen, müssen wir kurz definieren, was ein Thema ist. Ein Thema ist das Gegenteil einer News. Eine News ist kurzlebig. Zum Rest des Beitrags »

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Der Journalist wird Lotse im Meer der Medien

Erstveröffentlichung: Der Standard vom 7./8. August 2010

Kiosk der Zukunft: alles gratis?

Welche Zukunft hat die Tageszeitung? Werden Internet und Gratisblätter den anspruchsvollen Journalismus verdrängen – oder ihm ein neues Forum bieten? Hier zwei Szenarien.

Das erste Szenario: Beginnen wir mit einem kühnen Traum. Die westeuropäischen Gesellschaften finden auf die Herausforderung der Globalisierung und der Schuldenkrise Antworten. Zumindest einen Teil ihres Wohlstands können sie gegen die “Billigkonkurrenz” aus Osteuropa, Indien und China verteidigen.
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Die Tragik der virtuellen Allmende

Im Internet gibt es keine Grenzen. Informationen reisen unabhängig von Staatsgrenzen, nationaler Zugehörigkeit und Platzmangel durchs Netz.

So haben wir uns die Wirklichkeit vorgestellt hinter dem Slogan „information wants to be free“, der die Jahre der Aufbruchsstimmung im Netz geprägt hat. Das passende ökonomische Verwertungsmodell ist der Long Tail, der selbst dem ausgefallensten digitalen Produkt noch Vermarktung und Verkauf ermöglicht,
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Journalismus als gefährdetes Ökosystem

Erstveröffentlichung: Neue Zürcher Zeitung vom 3. August 2010

Die digitalen Kommunikationstechniken zerstören die alte Medienordnung. Sie unterspülen die wirtschaftliche Basis des klassischen Journalismus.

Um zu ermessen, was in den USA derzeit passiert, hilft vielleicht ein Gedankenexperiment: Man übertrage die jüngsten Entwicklungen, so gut es geht, auf die Schweiz. Die Tamedia hätte sich dann mit der Übernahme von Edipresse überlupft und befände sich im Insolvenzverfahren – Zum Rest des Beitrags »

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Was wir aus der Wikileaks-Affäre gelernt haben

Einige Gedanken zu Wikileaks Veröffentlichung der Afghanistan-Papiere.

Die Medien zu beeinflussen ist viel einfacher als Akademiker und Journalisten zugeben wollen. Da 80 Prozent aller Informationen aus Institutionen stammen, hängt die Transparenz der Nachrichten vor allem von der Integrität derjenigen ab, die in solchen Institutionen arbeiten. Zum Rest des Beitrags »

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